Aus Alt mach Neu

 

Dieser männliche Patient kam mit mehreren Problemen in die Praxis.

1. Die Bißlage war sehr stark abgesunken, was zu einem ständigen Abplatzen der Verblendungen an den Teleskopkronen 34, 35 und 44, 45 führte. (starker Knirscher)

2. Die Primärteleskopkrone an 48 ist verloren gegangen.

3. Die Ästhetik der Verblendungen war nicht mehr akzeptabel

4. Die Ersatzzähne waren so stark abradiert, dass sie keinen Kontakt mehr zum Antagonisten hatten.

5. Der Ehefrau sagte die Frontzahnästheik ihres Mannes nicht mehr zu.

Das Gute: Die restlichen Teleskopkronen und die Prothese war noch in guter Funktion und Passung.

 

Die Versorgung:

1. Zuerst wurde der Biss in die therapeutische Höhe angehoben. Da der Patient keine Schiene tragen wollte, wurden Kauflächen aus PMMA / Kunststoff angefertigt und auf der Prothese befestigt. Der Zahn 48 war wurzelbehandelt und wurde vorerst belassen. Um auch Frontzahnkontakte zu erzielen und um dem behandelnden Zahnarzt ein mühevolles stundenlanges Aufbauen der Zähne im Mund zu ersparen wurden die Frontzahnaufbauten ebenfalls mit angefertigt. Diese konnten schnell und sicher im Mund aufgeklebt werden. So versorgt gewöhnte sich der Patient in der viermonatigen Tragezeit an seine neue Bißlage und -höhe. Während dieser Zeit brach ihm dann noch die Sekundärkrone an 48 ab. Da der Patient sehr gut zurecht kam, konnte mit der definitiven Umsetzung begonnen werden.

2. Nun wurden die Frontzähne für Vollkeramikkronen in Lithiumdisilikat/E.max präpariert und entsprechende Abformungen hergestellt. Im Labor konnte durch ein Wax-up aus dem Mock-up die Frontzahnkronen modelliert und hergestellt werden. Aufgrund des starken Bruxismus und der Kopfbißsituation wurden diese vollanatomisch modelliert und mit diversen Malfarben veredelt. Nach dem anfertigen der Frontzahnkronen war der Biss nun durch diese wiederum fixiert und es konnten die Teleskopkrone an 48 und die Metallkauflächen auf die Teleskopkronen angefertigt werden. Danach konnten alle Teleskopsekundärkronen wieder verblendet ( nach dem Vita 3D Master Farbkonzept in der Farbe 5M3, eine sehr kräftige und intensive Farbe) und die Teilprothese mit Ersatzzähnen komplettiert werden. Nun wurden die Frontzahnkronen noch mit Malfarben veredelt und farblich an die Teilprothese und der individuellen Alterscharakteristika des Patienten angepasst.

3. Eine Woche nach der definitiven Eingliederung der Restauration kam der Anruf des Zahnarztes und ich zitiere:

„ Die Arbeit von Hr. ........ war einfach PERFEKT!“